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Oft habe ich in meinem Leben darüber geredet und geschrieben, dass es wichtig ist, seine Ziele im Auge zu behalten. Darauf hinzuarbeiten und sich feste Pläne zu machen. Doch letztendlich…

Wie komme ich darauf?
Ich schau gerade nebenbei Julie & Julia. Darum geht es um eine Köchin aus den 50ern und eine Bloggerin von Heute. Letztere hat sich als Zielgesetzt, alle Gerichte aus dem Kochchbuch der Ersteren innerhalb von 365 Tagen zu kochen und darüber zu bloggen. Sie gerät ins Straucheln aber zieht es durch.

Das hat mich ein wenig daran erinnert, dass ich auch ein Ziel habe. Doch fehlt mir die Ambition an diesem Ziel zu arbeiten. Dabei rede ich mir immer ein, dass ich keine Zeit hätte (was zwar irgendwo stimmt, aber nicht so sehr, wie ich es immer hochspiele). Selbst wenn ich Zeit habe, rühre ich keinen Finger. Ich fühle mich da meist ausgebrannt. Möchte einfach nichts tun und liege dann rum und alles was ich machen könnte, erscheint mir … langweilig.

Diese Situation ist für mich tatsächlich nicht wirklich angenehm. Ich denke darüber nach, mit Dingen aufzuhören. Dinge, die mir eigentlich Spaß machen, aus meinem Leben zu verbannen um das eine Ziel zu erreichen. Ich schaue gerne Filme oder Streame 4 mal die Woche. Das war usprünglich mal jeden Tag. Oder zocken … auf ein Minimum reduzieren. Ich habe sogar darüber nachgedacht, den Kontakt mit meinem Mann etwas zu reduzieren.
Das war jedoch das erste, was ich für nichts auf der Welt einsehe. Er tut mir gut. Und erst recht, wenn er bei mir ist, was aktuell viel zu selten ist und mich zusätzlich leicht deprimiert.

Ich habe den Versuch gestartet, mit Gerrys Welpen, mich zum schreiben zu zwingen, allerdings funktioniert das nur, wenn ich auch Feedback bekomme. Aber ich verstehe es sehr, sehr gut, dass diese Möglichkeit keiner nutzt. Ich bin nicht Dr. Sommer oder ein berühmter Kolumnist, der sich mit Problemen beschäftigt. Auch kein Domian oder was auch immer.
Vertrauen ist immer schwierig. Gerade online und das ist auch gut so.
Aber ich wünsche mir schon irgendwie, dass daraus was wird.

Auch mein Projekt, meine Bücher in Englisch zu veröffentlichen, läuft nicht wirklich. Auch das kann ich verstehen. Warum? Naja es ist ne Menge Zaster und ich, gerade für meine englischsprachigen Follower auf Twitter, bin ein Fremder. Aber das wäre auch irgendwie eine Motivation, das ganze so anzugehen, wie es sein sollte. Jeden Tag ein bischen, oder einen Tag in der Woche ganz investieren.

Ich weiß, ich weiß. Das hört sich alles nach etwas sehr hohem Mimimi an. Aber mich bedrückt das tatsächlich ein wenig. Man möchte so gerne so viel tun und erreichen und ist letztendlich selbst schuld, dass man seine Ziele irgendwann ignoriert und aus den Augen verliert.
Und ich denke, dass das nicht nur mir so geht, sondern Millionen anderen auch.
Ich habe auch überlegt, ob ich mir ein schöneres Arbeitsumfeld schaffe. Einen zusätzlichen, schönen Schreibtisch nur zum schreiben. Aber… das würde in dieser Wohnung nicht funktionieren und den Platz in der Wohnung meines Mannes möchte ich nicht noch mehr Platz beanspruchen, als ich das so schon tun werde.

Daher hier eine Mahnung, vor allem an mich selbst:
Beweg Deinen Arsch. Organisiere Deine Ziele. Tu etwas. Und hoffe, dass bei den Dingen, die in anderer Hände liegen, noch die erhoffte Unterstützung kommt.

Danke, dass ich mich bei euch ein kleinen wenig ausjammern darf.

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